Bei der Werthterapie handelt es sich um eine von der Ohrakupunktur abgeleitete Behandlungsmethode. Da die Titanspitzchen eingepflanzt werden, gleicht die eigentliche Behandlung einem chirurgischem Minieingriff. Den Ansatzpunkt hierfür bildet das Ohr, das über vielfältige Nervenbahnen und Energiebahnen mit dem Gehirn verbunden ist.

 

Jede neurologische Krankheit kann mit der ewiger Nadel behandelt werden – praktische Erfahrungen liegen aber vor allem für das Krankheitsbild Morbus Parkinson vor. Ausgehend von der Erkenntnis, dass bei einem Parkinsonkranken die therapeutischen körpereigenen Selbstregulationsmechanismen zur Dopaminbildung weitgehend außer Kraft gesetzt sind, werden eben diese mittels eines vom Ohr ausgehenden Dauerreizes wieder aktiviert werden. Hierzu werden kleine Spitzen aus Titan (i.d.R. 80-120 Stück) in das Unterhautfettgewebe des äußeren Ohrs implantiert.


,,In der Ohrmuschel wachsen sie ein und, es ist nach der Abheilung nach knapp einer Woche nichts zu sehen und nichts zu spüren”

 

 Sie sollen so tief unter der Haut eingebracht sein,dass kein störendes Gefühl mehr vorhanden sein kann, weil die Schmerzrezeptoren nur in der Haut sind. Deshalb können sie auch nicht stören.

Da sich die Spitzchen nach der Abheilung nach wenigen Tagen unter einer geschlossenen Hautschicht befinden können auch keine Krankheitserreger eindringen und es drohen auch keine Infektionsgefahren; es sei denn der Behandelte manipuliert die entsprechenden Implantationszonen vor dem Abheilen von außen,z.B. mit den Fingernägeln.

 Die Therapie ist eine von dem Neurologen und Hirnforscher Ulrich Werth entwickelte Methode. Basierend auf der von dem französischen Arzt Paul Nogier Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckten Aurikulomedizin, fand Werth durch einen Zufall bei einer Patientin, die sich wegen Trigeminusneuralgie behandeln ließ, als eine normale Dauernadel unter die Haut rutschte, dass diese eingewachsene Nadel viel besser half. Zuerst dachte er wie die anderen Akupunkteure und entfernte diesen Fremdkörper wieder. Danach waren die Schmerzen in voller Höhe wieder da.Und er brauchte 30 Sitzungen der normalen Akupunktur, um die Beschweredn wieder erträglich zu machen. Es gab bis dahin keine Technik ,um die Nadeln bewusst zu implantieren. Also wurden neue Nadeln von Ulrich Werth entwickelt (siehe: “Die Entdeckung der ewigen Nadel”). Die Neuen Nadeln waren ohne den Kopf, der die Implantation verhinderte und mussten laut Medizinproduktegesetz aus Titan bestehen.

Ein anderer Patient der diese Behandlung wünschte, war ein Parkinsonpatient. Er benutzte schon den von Patienten geprägten Ausdruck “die ewigen Nadeln”. Das war Herr Stechan. Er bat ihn, die Punkte für Parkinson zu suchen und es zu versuchen. Zunächst zeigte sich kein Erfolg. Auch nach zwei Wochen noch nicht. Dann glaubte Herr Stechan auch nicht mehr dran und sagte, dass ich die Nadeln nach einer von ihm geplanten Urlaubsreise entfernen sollte. Er kam nach der Reise in die Praxis und berichtete, dass ein Wunder geschehen war.

 

,,Er müsse und könne die Parkinsonmedikamente reduzieren, weil die Nadeln anfingen zu wirken”


Er erklärte, dann müsse ich jetzt selber mehr Dopamin produzieren. Das sei ein Erfolg.

In der Folge verbesserte der Arzt die Methode, erweiterte je nach der Ausprägung der Symptomatik das Spektrum der Implantationspunkte und verwendet, ein wichtiger Punkt, nur Nadeln aus reinem Titan mit geeignetem Oberflächenprofil.

 

 ,,Die Implantation der Titanspitzen erfolgt ambulant und unter lokaler Betäubung”

 

 Er kann diese Aufgabe bis zur Abheilung der winzigen Wunden an den Implantationspunkten selbst übernehmen. Je nach Therapieverlauf kann es sinnvoll sein, nach 6-12 Monaten erneut einige Titanspitzen zu implantieren, um die Dauerhaftigkeit des therapeutischen Effektes zu unterstützen.


Die Fortschritte nach der Werth-Therapie korrelieren mit der Medikamentenreduktion. Die Zunahme der Mobilität kann so stark sein, dass die Medikamente besser im zumindest telefonischen Kontakt mit der Praxis oder dem behandelnden Neurologen, falls dieser aufgeschlossen ist und sich den Patienten daraufhin auch ansieht, geschehen.

 

Eine Datscan-Untersuchung kann als Beweis für die Besserung und die mit der Behandlung einhergehende körpereigene Dopaminproduktionssteigerung vorher und nachher herangezogen werden.